Mit Psychotricks auf Kundenfang: So arbeiten die
Anleger-Abzocker
Seit der weltweiten Finanzkrise gehört das Thema Milliardenbetrügereien gewissermaßen zum
Alltag. Aber auch der Kleinanleger ist ständig bedroht, sein Geld zu verlieren, wenn er es in
falsche Hände gibt. Besondere Achtsamkeit ist ratsam, wenn es um das „schnelle Geld“ geht,
das von zwielichtigen Anlageberatern, Finanzvertrieben, und Fonds-Anbietern vollmundig und
mit verlockenden Renditeversprechungen in Aussicht gestellt wird.
In seinem Buch „Lizenz zum Bauernfang“ blickt der renommierte Wirtschaftsjournalist Stefan
Loipfinger, er schrieb jahrelang für fast alle Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine in
Deutschland, hinter die Kulissen einer Branche, die immerhin Deutschland jährlich eine
dreistellige Milliardensumme bewegt. Nicht selten an den Konten der Anleger vorbei.
Rezensionen in Capital, Focus, FinancialTimes Deutschland und anderen namhaften Medien
zeigen, http://www.lizenzzumbauernfang.de/index.asp?nv=778 dass dem Autor, der unter
anderem mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für verbraucherfreundliche
Berichterstattung ausgezeichnet wurde, ein Buch gelungen ist, aus dem jeder lernen kann, der
Geld anlegen will.
Freundlicherweise hat Stefan Loipfinger für Ratschlag24 ein Probekapitel zur Veröffentlichung
frei gegeben:
Trotz Helikopter und Fußballkaiser-Freundschaft: Die Entzauberung eines
Fondsverkäufer-Fürsten
Klangvoller Name, gutes Auftreten, dazu ein perfektes Netzwerk und eine geniale Show. So
kurz und prägnant skizziert sich das Erfolgsrezept von Egon Banghard und seiner Prinz zu
Hohenlohe-Jagstberg & Banghard Unternehmensgruppe. Über zehn Milliarden Mark hat der
heimliche Tycoon der Fondsbranche nach eigenen Aussagen bei Kunden platziert. Seine
Kundenliste, wohlweislich nur in Auszügen bekannt gemacht, liest sich wie das Who-is-who der
deutschen Promiwelt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Banghard mir einige seiner Projekte
zeigte. Sein Chauffeur fuhr uns in eine Wohnsiedlung in Berlin. Vor einem Doppelhaus hielten
wir an. „Wissen Sie, wem diese beiden Häuser gehören?“. Das eine gehörte Fußballprofi Mario
Basler, das andere Verona Feldbusch – heute Pooth. Dabei sind das nur die kleineren Fische
im großen Anlagennetz. Selbst Fußballkaiser Franz Beckenbauer und SAP-Gründer Dietmar
Hopp haben sich dort zum Renditesammeln eingefunden. Zusammen mit Beckenbauer drehte
der Fürst der Fonds anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums sogar ein Werbevideo. Dabei
schlendern beide so vor dem Brandenburger Tor dahin. „Du Franz, sag mal...“ „Ja, Egon...“
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